Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich damals bei Sexabenteuern und Seitensprüngen extrem viele Erfahrungen gesammelt habe. Tatsächlich bin ich nicht besonders stolz darauf, aber so war es eben in meiner Sturm-und-Drang-Zeit. Meistens spielten Sexlust, das eigene Ausprobieren und eine gehörige Portion Bestätigung eine Rolle. Ich wollte Ego-Boosts erhalten. Außerdem war ich in meinen Beziehungen oft unsicher und dachte mir: Wenn ich fremdgehe, habe ich ein eigenes Sicherheitspolster, falls mich meine richtige Freundin verlassen sollte. Aber das ist die falsche Denkweise.
Ich spreche das so offen an, weil diese Gründe nicht nur früher auf mich zutrafen, sondern exemplarisch für viele Menschen und ihre Motive für Seitensprünge stehen.
Tipp 1: Warum ein Zweithandy überlebenswichtig ist
Dies ist der absolut wichtigste Tipp – eigentlich könnte man danach schon aufhören zu lesen. Hier ist er:
Kaufe dir ein zweites Handy! Das ist wirklich ein elementarer Tipp, denn die meisten Seitensprünge fliegen wegen des Smartphones auf. Ein Zweithandy sorgt für absolute Klarheit und Trennung zwischen fester Partnerin und Seitensprung-Affäre.
Kommuniziere ausschließlich über dieses Zweithandy und mit einer eigenen Nummer mit deinen potenziellen Dates. Natürlich darf deine Partnerin oder Ehefrau absolut nichts von diesem Gerät erfahren. Nutze am besten SMS oder Messenger, die du ansonsten gar nicht auf deinem normalen Handy verwendest – zum Beispiel Telegram. Das einzige Problem: Du musst deiner Affäre klarmachen, dass du nur über diesen eher unüblichen Weg erreichbar bist. Das kann anfangs etwas seltsam wirken. Am sichersten ist es oft, das Handy für Mails oder direkt über das Nachrichtensystem der jeweiligen Online-Plattform zu nutzen.
Tipp 2: Spurensicherung und Revierabsteckung
Passe sehr gut auf. Freundinnen neigen dazu, ihr Revier zu markieren – oft passiert das ganz subtil. Ich habe meine Partnerin mal darauf angesprochen und sie hat es offen zugegeben. Da liegen plötzlich irgendwelche Ohrringe von ihr auf dem Beistelltisch neben dem Bett, die sie dort angeblich „vergessen“ hat. Mache nichts, was sie misstrauisch machen könnte. Ein frisch bezogenes Bett, nachdem sie aus dem Urlaub mit einer Freundin zurückgekehrt ist, wirkt beispielsweise hochgradig auffällig – vor allem, wenn man selbst sonst eher dazu neigt, das Bett bis zum Äußersten ungeordnet zu lassen.
Sollten sich durch den Besuch deiner Affäre Körperflüssigkeiten im Bett angesammelt haben, ist die Ketchup-Methode vielleicht keine Dauerlösung (Spaß beiseite: Wasch es einfach direkt!). Vor allem musst du extrem auf fremde Frauenhaare achten – das Verräterischste überhaupt. Und um noch mal auf die Ohrringe deiner Freundin auf dem Beistelltisch zurückzukommen: Merke dir exakt ihre Position oder lass sie einfach liegen. Diese Ohrringe sollen fremde Frauen abschrecken und sagen: „Das ist mein Revier!“ Solltest du die Ohrringe entfernen, um deiner Affäre kein schlechtes Gewissen zu machen, lege sie danach exakt an dieselbe Stelle zurück.
Das gilt auch für alle anderen persönlichen Gegenstände deiner Freundin. Notfalls schreib oder zeichne dir genau auf, wo ihre Habseligkeiten herumlagen.
Tipp 3: Bewahre einen kühlen Kopf – Wenn die Realität den Plan durchkreuzt
Konzentriere dich und bleibe stets aufmerksam. Versuche immer, einen Plan B oder C parat zu haben, sonst musst du verdammt gut improvisieren können. Dazu kann ich dir eine fast schon bizarr komische Anekdote erzählen:
Ich hatte ein Sextreffen mit einer Frau aus dem Internet, bei dem ich sie mit Handschellen an ein Geländer in meiner Wohnung gekettet hatte; dazu verstreute Sextoys im Raum. Nachdem sie gegangen war, fing ich an, den ganzen Kram wegzuräumen und die Spuren zu verwischen. Plötzlich klingelte mein Telefon: Meine Freundin wollte nach der Arbeit noch spontan etwas trinken gehen. Ich hatte ebenfalls Lust und sagte sofort zu – in ein paar Minuten sollte es losgehen. Also rannte ich aus der Wohnung zu unserer Lieblingsbar direkt um die Ecke.
Wir verbrachten einen netten Abend, doch gegen Ende schoss es mir plötzlich durch den Kopf: Hatte ich eigentlich die Handschellen abgemacht? Oder hängen die immer noch am Geländer?! Die innere Panik wuchs ins Unermessliche, aber ich durfte mir natürlich nichts anmerken lassen. Das Problem: Wie fast immer wollte sie danach noch mit zu mir nach Hause und dort übernachten. Das wäre der sichere Untergang gewesen.
Beim Bezahlen sagte ich zu ihr: „Du, ich habe heute so wenig Sport gemacht. Ich wette, ich bin schneller nach Hause gejoggt, als du es mit dem Auto durch den Feierabendverkehr schaffst. Das probiere ich jetzt mal aus!“ Gesagt, getan. Ich rannte wie ein Irrer nach Hause, während sie im Feierabendverkehr dorthin schlich und noch einen Parkplatz suchen musste. Mit letzter Kraft war ich vor ihr in der Wohnung und – Schockmoment – die Handschellen hingen tatsächlich noch am Geländer! Ich konnte sie in letzter Sekunde verstecken. Es ging alles gut, aber bis heute weiß ich nicht, ob sie insgeheim doch etwas geahnt und absichtlich extrem langsam gefahren ist…