Hände auf einer Couch mit einem Smartphone im Vordergrund

Wie direkt soll man sein beim Sexdating

Man ist online auf der Suche nach passenden Sexdates, durchforstet die Profile und überlegt sich, wen man wie kontaktieren soll. Meistens sind die ersten Anschreiben alle ähnlich. Aber sobald jemand antwortet – wie soll man vorgehen? Ich schreibe dies vor allem aus der Sicht eines Mannes auf Online-Sexsuche. Das ist leider ja auch der häufigere Fall, wobei Frauen zunehmend selbst aktiv werden und Sexportale für erotische Kontaktaufnahme nutzen.

Nun, nach den ersten Standardfloskeln meldet sich das Objekt der Begierde bei einem. Wie weiter vorgehen? Immerhin befindet man sich auf einem Sexdatingportal! Also einfach schreiben: „Ich habe gerade große Lust und heute Abend Zeit. Könnte dich nachher für etwas Sex besuchen kommen.“ Dazu sage ich nur: NEIN! Und abermals nein.

Natürlich kann sogar so etwas funktionieren. Denn teilweise gibt es wirklich Frauen, die sich nur das Foto ansehen und auf gänzlichen Smalltalk verzichten wollen. Aber das ist eher die Ausnahme statt die Regel.

Auch auf Sexportalen wollen Frauen erobert werden

Es empfiehlt sich nicht, ohnehin schon offene Türen einzurennend einlaufen zu wollen. Allein dadurch, dass die Frau geantwortet hat, ist das Date ohnehin schon relativ sicher. Jetzt heißt es, die Sache auf den letzten Metern nicht zu vermasseln. Deswegen sollte man lieber auf Nummer sicher gehen. Die meisten Frauen wollen nicht wie Prostituierte behandelt werden, nur weil sie online selbst nach Sex suchen. Daher: Geh lieber etwas langsamer und mit Respekt vor. Sollte man an eine Frau geraten, die auf knallharte, direkte Ansagen steht, wird sie dir das unmittelbar mitteilen. Dann kannst du immer noch einen Gang hochschalten. Ansonsten gilt: Lieber Fingerspitzengefühl walten lassen.

Vom allgemeinen Gespräch zum konkreten Treffen

Es ist immer eine Gratwanderung. Anhand der Rückantworten versucht man abzuschätzen, wie sehr Direktheit gewünscht wird. Jedoch schadet es meistens nicht, erst einmal kurz allgemein miteinander zu sprechen. Das gibt beiden ein Gefühl für den Menschen, mit dem man gerade Nachrichten austauscht. Aber dieser Prozess sollte auch nicht zu lang geraten. Sobald es sich stimmig anfühlt, kann man konkreter werden. Oft wird gefragt: „Was hast du dir denn so vorgestellt?“ Das ist nicht gerade elegant, bringt die Sache aber auf den Punkt. Manche mögen das allerdings nicht, weil es direkt einen konkreten Sexablauf impliziert.

Oft ist es besser, statt über geplante Sexpraktiken lieber einfach zu fragen, wann und wo man sich treffen könnte. Letztlich überlässt man es dem Gegenüber, einen Schritt weiterzugehen oder offen nachzufragen. Immerhin ist man selbst derjenige, der Lust auf ein Date hat. Also spielt man den Ball rüber und wartet ab, was zurückkommt. Kurzum: Mehr reagieren statt agieren ist oft die sicherere Variante.

Fazit: Online-Sexdating ist kein Sprint, sondern ein gemeinsames Herantasten. Wer Geduld zeigt und das Gegenüber ernst nimmt, landet am Ende oft schneller – und vor allem entspannter – da, wo beide ohnehin hinwollten.